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| Squash:
(Deutscher Squash Rackets Verband e. V.) |
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19. Squash-Mannschaftsweltmeisterschaft: Australien verteidigt Titel
Ein klein wenig versöhnlich endete die Squash-Mannschaftsweltmeisterschaft
für das deutsche Herrenteam am Samstag in der österreichischen Hauptstadt
Wien: Durch einen verdienten 2:1-Sieg über Schweden holten Simon Frenz,
Stefan Leifels, Oliver Post und Daniel Hoffmann Platz 15. Weltmeister wurde
erneut Australien, das in einem dramatischen Finale Frankreich besiegte. Die
Squashnation schlechthin - England - musste sich mit einem dritten Platz
nach einem 3:0 über Ägypten zufrieden geben.
Sieben Tage lang weilten die Deutschen in Wien, doch nach den beiden
Vorrundenerfolgen gegen Japan und Russland mussten Frenz und Kollegen bis
zum Schluss warten, ehe gegen Schweden nochmals ein Sieg heraussprang.
Nach Platz 2 in der Gruppe hinter Weltmeister Australien verloren die
Deutschen gegen Wales klar 0:3, was zur Folge hatte, dass sie um die Plätze
9 bis 16 spielten. Dort verlor die Mannschaft von Bundestrainer Manfred
Herwig zunächst gegen Südafrika 0:3 und anschließend gegen Malaysia denkbar
unglücklich 1:2.
Dabei muss besonders die Leistung von Simon Frenz (Court-Wiesel
Bonn/Mülheim) hervorgehoben werden, der gegen den malaysischen
Weltranglisten-Siebten Ong Beng Hee erst im fünften Satz verlor. Oliver Post
blieb es vorbehalten, den Ehrenpunkt zu sichern.
Am Samstag stand dann das letzte Spiel gegen Schweden auf dem Plan. Die
Nordländer - früher sogar Europameister - sind allerdings nur noch ein
Schatten von einst: Spieler wie Forslund oder Johnson haben sich aus der
Nationalmannschaft verabschiedet. Nummer 1 bei Schweden ist der für die 2.
Mannschaft von CW Bonn/Mülheim spielende Christian Drakenberg. Der Schwede
gewann zwar gegen Simon Frenz, da dieser nach dem Kraftakt gegen Ong Beng
Hee nichts mehr zuzusetzen hatte. Doch Oliver Post (Bonn/Mülheim) gegen
Joakim Karlsson in drei und Stefan Leifels (Paderborner SC) gegen Henri
Löfvenborg in vier Sätzen machten den Gesamtsieg perfekt und retteten so den
15. Platz. Erneut bleibt festzustellen, dass die deutsche Mannschaft momentan nicht
mehr zu den besten zehn Team der Welt gehört. Dies liegt zum einen daran,
dass die anderen Teams, wie die Niederlande oder Hongkong aufgeholt haben.
Aber auch die Schweiz mit dem Paderborner Lars Harms steht mittlerweile vor
Deutschland.
Größte Überraschung des Turniers ist sicherlich nicht, dass die Australier
erneut den Titel geholt haben, sondern dass die Franzosen zur zweitstärksten
Squashnation der Welt aufgestiegen sind. Mit Thierry Lincou, dem Jungstar
Greg Gaultier, der als Profi unter anderem beim Stuttgarter Erstligisten
Sport-Insel in der Bundesliga spielt, und Renan Lavigne können sie selbst
den australischen Spielern David Palmer (Bonn/Mülheim), Anthony Ricketts und
Paul Price Paroli bieten. Zwar hatte Palmer noch im Finale in vier Sätzen
die Oberhand behalten gegen Lincou, doch danach benötigte Ricketts in einem
Spiel mit Haken und Ösen fünf lange Sätze, um letztlich den Mannschaftssieg
unter Dach und Fach zu bringen. Im Halbfinale hatten sich die Franzosen nach drei Niederlagen bei der EM an
den Engländern gerächt und ihnen eine denkwürdige Niederlage beigebracht.
Noch nie hat ein englisches Team gegen eine Mannschaft vom Kontinent bei
einer WM im Halbfinale verloren. Ein herber Schlag für das Mutterland des
Squash, das den dritten Platz gegen Ägypten eher wie eine Demütigung
empfinden muss. Abschlussplatzierung: 1 AUSTRALIA (1) 2 FRANCE (3) 3 ENGLAND (2) 4 EGYPT (4) 5 WALES (7) 6 CANADA (5) 7 SCOTLAND (6 ) 8 HONG KONG (17) 9 PAKISTAN (9) 10 SOUTH AFRICA (11) 11 NETHERLANDS (12) 12 IRELAND (10) 13 SWITZERLAND (15) 14 MALAYSIA (8 ) 15 GERMANY (16) 16 SWEDEN (14) 17 NEW ZEALAND (17) 18 ITALY (17) 19 KUWAIT (25) 20 USA (17) 21 AUSTRIA (17) 22 HUNGARY (25) 23 CZECH REPUBLIC (17) 24 JAPAN (17) 25 FINLAND (13) 26 SLOVENIA (25) 27 KOREA (25) 28 BERMUDA (25) 29 MEXICO (17) 30 RUSSIA (25) Zahlen in Klamern sind die Platzierungen der WM 2001
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Original-Pressemitteilung
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Artikel
vom 27.10.2003, 15:30 Uhr
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Olaf Thon (am 1. Spieltag zum damaligen Gladbach-Trainer Friedel Rausch:) Wenn ihr so weiterspielt, werdet ihr am Ende Meister!
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