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Squash: (Deutscher Squash Rackets Verband e. V.)
 
29. Deutsche Squash Einzelmeisterschaften: Neue Namen im Halbfinale

Lange wurde er herbeigeredet, gekommen ist er lange nicht: Der Generationenwechsel im Deutschen Squash. Nun ist er plötzlich da. Am Freitag spielten sich zwei der jungen Generation erstmals in das Halbfinale einer Deutschen Meisterschaft: Die Rede ist von Hansi Seestaller vom SC Schängel Koblenz und von Heiko Schwarzer vom 1. Bremer SC. Ihre Kontrahenten sind zwei, die in den letzten Jahren ein Abonnement auf die Runde der letzten Vier hatten - die beiden Paderborner Edgar Schneider und der große Meisterfavorit Stefan Leifels.

Den Auftakt am Nachmittag machte der 24 Jahre alte Heiko Schwarzer, der im Duell mit dem zwei Jahre jüngeren Johannes Voit (1. SRC Wiesental) die Oberhand behielt. Lediglich im dritten Satz zeigte der Bremer einige Schwächen, danach hatte der Willi-Eickworth-Schützling wieder alles sicher im Griff und holte sich das Match mit 9:7, 9:7, 6:9 und 9:7. Sein erstes Halbfinale bei den Deutschen Meisterschaften ließ ihn aber relativ gelassen: "Ich will gut spielen und gewinnen", so seine Devise.


Damit dürfte er am Samstagnachmittag rein theoretisch gute Voraussetzungen für einen Erfolg mitbringen, wenngleich sein Gegner ein ganz anderes Kaliber ist: Er muss gegen den haushohen Favoriten Stefan Leifels (Paderborner SC) ran. Der 30-Jährige, der in diesem Jahr seinem großen Ziel so nahe wie nie ist, hatte keine Mühe, den 36-jährigen Guido Kirschbaum (Schängel SC Koblenz) in seine Schranken zu weisen. Er gewann 9:7, 9:4, 9:0. Seine Favoritenrolle akzeptiert er, aber von Vorschusslorbeeren hält er nichts: "Erst wenn der letzte Ballwechsel gespielt ist, reden wir weiter."

Auch in der unteren Hälfte ist ein neuer Name zu finden: Der mehrfache Deutsche Jugendmeister Hansi Seestaller hat nach einer langen Durststrecke wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden. Der für Koblenz spielende 22-Jährige musste gegen den gleichaltrigen Lars Osthoff vom Paderborner SC spielen. Osthoff wurde als leichter Favorit gehandelt, doch er konnte dies zu keinem Zeitpunkt des Matches beweisen. Seestaller spielte hoch konzentriert und hoch motiviert. Vor allem bestimmte er Tempo und Taktik. Einzig im zweiten Satz gelang es ihm trotz einer 6:2-Führung nicht, die letzten drei Punkte zu machen. Am Ende stand es 9:3, 7:9, 9:6 und 9:0. Und aus dem beinahe schon "ewigen Talent" Hansi wurde Hans.


Kontrahent von Seestaller ist der zweite erfahrene Mann im Halbfinale: Nationalspieler Edgar Schneider hat rechtzeitig seine spielerische Krise beendet und ist wie immer bei Deutschen Meisterschaften in bestechender Form. Mit dem nötigen Biss und stark verbesserter Fitness dominierte er den Bayerischen Meister des Jahres 2003, Christian Radecke, in drei Sätzen: 9:4, 9:1, 9:7.

Ganze neun Punkte in zwei Spielen gab die 16-fache Deutsche Meisterin Sabine Tillmann bis zum Erreichen des Halbfinales ab, wo sie am Samstag auf ihre neue Mannschaftskollegin, Karin Beriere (CW Bonn/Mülheim), trifft. Das wird ein hartes Stück Arbeit. Im unteren Tableau werden sich die beiden "Kronprinzessinnen" gegenüberstehen: Katharina Witt (Gerry Weber Rackets), die erst nach einem Fünfsatz-Drama über Jennifer Post weiterkam, dann Simone Korell ausschaltete und nun auf die neue Nummer 1 der Deutschen Rangliste, Kathrin Rohrmüller, trifft. Die Spielerin von der Squash-Insel Taufkirchen gewann souverän gegen die Bordesholmerin Daniela Schumann


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Original-Pressemitteilung
Artikel vom 24.01.2004, 10:26 Uhr
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