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Paintball: ($$$°°TEAM PAINT 4 LESS°°$$$)
Eine Nachricht aus dem Portal Freestyle Dortmund
 
Abhandlung

Kapitel 1 Paintball, der Sport Die grundlegende Spielidee Eine Einführung in die Grundlage des Paintballsports Paintball ist ein Mannschaftsport: Gespielt wird auf einem klar abgesteckten Spielfeld, wobei die Schiedsrichter über die Einhaltung der Regeln wachen. In der Regel wird Paintball unter freiem Himmel betrieben. Paintball ist ein kontaktloser Sport. Das Berühren des Gegners ist untersagt. Die Spielzeit ist limitiert.
Beide Mannschaften haben eine Fahne, die am jeweiligen Startpunkt der beiden Mannschaften ruht. Diese Startpunkte der beiden Mannschaften liegen räumlich getrennt voneinander. Ziel und grundlegende Idee im Paintballsport ist es, die Fahne der anderen Mannschaft in Besitz zu bringen und diese Fahne zum eigenen Startpunkt zurückzubringen. Ist die Fahne der anderen Mannschaft in den eigenen Startbereich verbracht worden ist das Spielziel erreicht und das Spiel ist beendet. Das verbringen der anderen Fahne in den eigenen Startbereich wird dadurch erreicht das ein Spieler die Fahne der anderen Mannschaft unter seine physische Kontrolle bringt und die Fahne versucht zu seinem eigenen Startpunkt zurückzubringen. Auf dem Spielfeld befinden sich natürliche oder eigens gebaute Strukturen auf oder im Boden. Diese Strukturen unterstützen die Defensiv und Offensivarbeit (Bewegungen) der Mannschaften. Vorteile im Spiel werden dadurch erreicht, das man versucht Spieler der anderen Mannschaften zu markieren. Diese markierten Spieler scheiden aus der aktuellen Spielsituation aus, werden vom Schiedsrichter aus dem Spiel genommen, begeben sich auf die Spielerbank und dürfen aktiv, wie passiv (Rufen etc..) für den Rest des Spieles nicht mehr ins Spielgeschehen eingreifen. Das markieren der anderen Spieler erfolgt mittels einer Farbmarkierungspistole, dem sogenannten "Markierer". Dabei gilt, das jeder Treffer, sei es am Ausrüstungsgegenstand des Spielers oder am Körper des Spielers selber einen sofortigen Ausschluß des Spielers aus dem weiteren Spielgeschehen zur Folge hat. Weitere Vorteile im Spiel erhält man dadurch, das man bestimmte taktisch wichtige Positionen erläuft, die ein markieren der andern Mannschaft erleichtert. Sollte eine Mannschaft nur noch über markierte Spieler verfügen ist das Spiel nicht vorbei, denn das Spiel ist erst beendet, wenn die Zeit abgelaufen ist oder die andere Fahne in den eigenen Startpunkt verbracht wurde.

Ähnliche Spielprinzipien in anderen Sportarten: Paintball vereinigt verschiedenste Spielprinzipien miteinander: Wie bei den meisten Ballsportarten muß ein Spielgegenstand (dort der Ball, hier die Fahne) in einen bestimmten Zielbereich getragen werden. American Football, Rugby, Schach: Ähnlich wie beim amerikanischen Football, beim englischen Rugby oder auch beim Schach wird das Spiel maßgeblich bestimmt durch das vorankommen auf dem Spielfeld, das Gewinnen von taktisch wichtigen Positionen. Im Paintball sind dies die oben genannten Strukturen oder Barrikaden. Dies macht Paintball zu einem sehr strategischen, taktischem Spiel. Fechten: Paintball unterliegt auch einer ähnlichen Spielstruktur wie sie beim Fechten anzutreffen ist. Der Fechter sammelt Punkte dadurch, das er mit einer seinem Sportgerät, einer Waffe, seinen Gegner trifft. Im Gegensatz zum Fechten ist der körperliche Kontakt beim Paintball jedoch verboten. Ein wichtiger Unterschied zum Fechten ist, daß der Paintballspieler im Gegensatz zum Fechter die Möglichkeit hat, der Auseinandersetzung auszuweichen, denn sein Spielziel ist nicht das Treffen des Gegners, sondern das Erobern der Fahne, was durch geschickte Ausnutzung des Terrains auch ohne Konflikt zu bewerkstelligen ist. Der Fechter hingegen muß, um seinen Gegner zu besiegen, auf ihn einstechen. Er muß einen simulierten Akt des Tötens wählen, um zu gewinnen.
Brennball, Baseball, Wer hat Angst vorm schwarzen Mann: Auch bei diesen Sportarten werden Spieler aus dem laufenden Spiel genommen, wenn Sie berührt worden sind. Speziell beim Brennball und beim Baseball ist ein ausscheiden aus dem Spiel möglich, wenn die Spieler aus der Distanz getroffen werden. Wir sehen es gibt viele Sportarten, die in wesentlichen Bereichen mit dem Paintballspiel zu vergleichen sind. Sportarten, wie Boxen oder Fechten, sind wesentlich martialischer einzuordnen, da hier der Körperkontakt geradezu erwünscht ist. Wer jemals Fußball gespielt hat weiß auch, woher der Name „Blutgrätsche" in dieser großen deutschen Sportart kommt. Auch das Bauernopfer im Schach ist ähnlich martialisch.
Kapitel 2 Paintball, der Sport Paintball, die Entstehung Die Geschichte: • Frühjahr 1977: Hayes Noel, ein Börsenmakler; und Charles Gaines, ein Schriftsteller fragten sich, ob ein im Geschäftsleben erfolgreicher Stratege seine Erfahrungen auch unter freiem Himmel zur Anwendung bringen kann. Die Versuche aus der Idee ein Spielkonzept zu entwickeln, das den beiden zusagte scheiterte, bis Sie im • Mai 1981: den Sportartikelverkäufer, Bob Gurnsey, ihre schon fast vergessene Idee mitteilten. Bob Guernsey fand zusammen mit George Butler in einem Farmkatalog, eine Farbmarkierungspistole, für das markieren von Rindern. Bob Guernsey schrieb die ersten Regeln nieder und so fand am, • 27. Juni 1981 das erste Spiel statt. 12 Spieler traten mit Nelspot 007 Farbmarkierungspistolen gegeneinander an. Der Gewinner Richie White, ein Waldarbeiter, eroberte alle Fahnen, ohne auch nur einen Schuß abzugeben. • April 1982: Das erste Feld unter freiem Himmel wurden in Rochester, N.Y., von Caleb Strong eröffnet. • 1982: Charles Gaines vermarktete Paintball als National Survival Game (NSG). PMI (Pursuit Marketing Inc.) wurde gegründet, um Paintballartikel zu vermarkten, und zu vertreiben. • 1983: Die erste NSG Meisterschaft wurde mit einem Gesamtgewinn von 14 000 Dollar veranstaltet. Das erste Freiluftfeld wurde in Toronto, Kanada, eröffnet. • 1984: Paintball wurde in Australien unter dem Namen Skirmish Games bekannt. • Nov. 1984: Die erste Indoor Halle wurde von Caleb Strong in Buffalo, NY, eröffnet. • 1985: in England wurde das erste Paintballfeld eröffnet. • 1988: Die IPPA (International Paintballplayers Association) wurde als nicht kommerzielle Vereinigung gegründet, und sollte der Weiterentwicklung, dem Wachstum und der Sicherheit des Paintballsports dienen. • 1991: Paintball kam nach Frankreich, Dänemark, und andere Länder Europas • 1992/93: Die NPPL (National Professionell Paintball Ligue) wurde gegründet, und die NPPL Serie startete an vielen Stellen in den USA. • 1995: ESPN überträgt zum ersten mal die Finalspiele des NPPL World Cups in Orlando, Florida und öffnet damit die Türen für ein breite Masse. • Mai 1995 Der OPM Cup wird von Stephan Wildemann und Thomas Heitmann in Deutschland veranstaltet: Mit 72 Teams aus 10 Nationen (Deutschland, Dänemark, England, Frankreich, Norwegen, Rußland, USA, Italien, Österreich, Schweiz) ist es das größte 5-Mann Turnier in der Geschichte des Paintballsports. • 1996: Paintballspielfelder, Geschäfte und Turniere gibt es nun in über 40 Ländern der Erde. • 1996: Zum erstenmal wird die EPPS (European Professional Paintball Series) ausgetragen, das europäische Vergleichsstück zur NPPL.
Die Europäische Turnierserie mit Auftakt in Frankreich (Toulouse), Turnieren in England (bei London), Dänemark (Kopenhagen), Portugal (Lissabon), Schweden (Stockholm) und Deutschland besteht noch heute, sie erfreut sich in ganz Europa hoher Beliebtheit.
Kapitel 3 Paintball, der Sport Paintball als Freizeitbeschäftigung Einführung: In der Regel spielt ein Paintball-Interessierter 3-4mal im Jahr. Er spielt dann auf einem kommerziellen Spielfeld. Der Spielfeldbetreiber stellt im gegen eine Leihgebühr Schutzausrüstung, Markierer und eine Mitspielgelegenheit auf seinem Spielfeld zur Verfügung. Der Vorteil solcher Einrichtungen besteht darin, das in größeren Gruppen a 20-30 Personen pro Seite gespielt werden kann und auch Einzelspieler willkommen sind. Diese werden einfach einer der beiden Spielgruppen zugewiesen. So können auch Einzelspieler oder Personen, die außerhalb Ihres Wohnorts spielen, relativ schnell gesellschaftliche Kontakte knüpfen. Die kommerziellen Spielfelder garantieren auch ein Höchstmaß an Sicherheit und Komfort für den Spieler. Außerhalb Deutschlands existieren hunderte solcher Einrichtungen. Diese Spielgelände werden oft von Firmen für Betriebsfeiern bzw. Betriebsausflüge angemietet. Hier wird ein ganzer Tag mit dem Spiel in der freien Natur verbracht, der meistens in einer feuchtfröhlichen Grillparty auf dem Geländen des Spielfeldbetreibers endet. In England, Frankreich, Dänemark, Nordamerika und auch in Deutschland werden auch verstärkt sogenannte Managertrainings veranstaltet, in denen leitende Angestellte oder oberste Führungskräfte das Teamspiel proben und erlernen sollen. Eine weitere Alternative sind sogenannte Big-Games in denen auf extra eingerichteten Spielfeldern mehrere hundert Personen gleichzeitig spielen. Diese Variante ist in Amerika besonders weit verbreitet. Das größte Big Game Amerikas hat ca. 3500 Personen zum simultanen Spiel verzeichnen können. Paintball als Freizeitbeschäftigung in Deutschland: In Deutschland existieren sehr wenige kommerziell geführte Einrichtungen, aufgrund des restriktiven Verhaltens der Behörden. In Deutschland werden die meisten Spielfelder auf nicht kommerzieller Basis von Clubs und Vereinen geführt. Die Spielfeldbetreiber dieser Spielmöglichkeiten, da sie nicht professionell geführt werden, haben oftmals ein unzureichendes Verständnis für den Sicherheits-, und Qualitätsaspekt der bei solchen Freizeiteinrichtungen gegeben sein sollte. Es gibt in Deutschland schätzungsweise 70 solcher Spielfelder. Die Vereine sind zum Titel als gemeinnützige Sportvereine bereits anerkannt. Einige sind Mitglied in anderen Sportbünden. In Österreich existieren öffentliche Fördermittel für Paintballsportvereine. In dieser Aufzählung sind nicht die Tausenden losen Spielergemeinschaften enthalten, die zum Leidwesen aller, die den Sport professionell ausüben, in den Wäldern ohne entsprechende Genehmigung spielen. Dieses Verhalten wird vom DPSB scharf verurteilt. Hier sind auch die Kommunen gefragt, denn es kann nicht angehen, daß die Vereine als gemeinnützig anerkannt werden, aber Spielgelände nicht zur Verfügung gestellt werden.
Die Interessensverbände in Deutschland: Es gibt in Deutschland zwei wichtige Interessenverbände, die als ideelle Träger sich um die Weiterentwicklung des Sportes kümmern, dies ist zum einen der Deutsche Paintball Verband (DPV), der als direkter Nachfolger des Deutschen Paintballspielerverbandes, gegründet 1994, anzusehen ist. Der DPV, ist das öffentliche Sprachrohr aller Paintballspieler Deutschlands. Er ist verantwortlich für die Erstellung von Turnierrichtlinien und gibt Hilfestellung bei der Gründung von Vereinen, sowie damit in Verbindung stehender Aktivitäten. Deutscher Paintballsport Bund: der Verband ist gegründet worden um die Interessen aller deutschen Paintballinteressierten zu vertreten. Die vornehmliche Aufgabe liegt in der Öffentlichkeitsarbeit und dem Austausch und der Unterstützung mit den Behörden. Der Verband ernennt Experten für Fachfragen und vermittelt diese weiter. Der DPSB führte die Rechtsstreits in Bayern und NRW. Beide Verbände arbeiten sehr eng miteinander. Paintball als Freizeitbeschäftigung in Europa: Das Beispiel Großbritannien: Da der Sport aus Amerika kam, hat er sich Mitte der 80er Jahre als erstes fest in England etabliert. Die Reaktion auf den neuen Sport war gänzlich anders als in Deutschland. In England wurde mehrfach das Waffenrecht geändert um diesen neuen Sport angemessen gesetzlich zu erfassen und nicht unter die harte Restriktion der bestehenden Waffengesetze zu stellen. Hierdurch wurde die gesetzliche Möglichkeit geschaffen um viele neue Freizeiteinrichtungen zu errichten. Es existieren zur Zeit in England: 91 kommerzielle Spielfelder *, davon sind 26 turnierfähige Spielfelder, die ca. 230 Turniere pro Jahr veranstalten, plus zusätzlich 170 Liga-Turniere pro Jahr. Ein durchschnittliches Turnier hat eine Mannschaftstärke von 7 Teilnehmern pro Team und 12 teilnehmenden Teams Quelle: UKPSF (United Kingdom Paintballsportsfederation) * es sind nur diejenigen gelistet die auch Mitglied im Britischen Verband der Paintballspieler und Händler sind. (1 Spielfeld hat im Durchschnitt ca. 5 Spielplätze) In fast allen Ländern Europas existieren hunderte von Spielfeldern. Großes Interesse an dem Paintballsport herrscht in den Ländern Frankreich, England, Dänemark, Holland, Belgien, Österreich, Schweiz, Spanien, Portugal um nur die wichtigsten Vertreter zu nennen.

Paintball als Freizeitbeschäftigung weltweit: Das Beispiel USA: In Amerika ist Paintball als recreational activity, also als körperlich ertüchtigende Sportart in allen Bereichen des öffentlichen Lebens anerkannt. Versicherungen bieten spezielle, auf Besitzer von Paintballspielfeldern zugeschnittene Programme an. Schulen und Freizeitheime bieten spezielle Kurse für Kinder und Jugendliche an. Ein besonderes Beispiel für die starke Akzeptanz der Sportart in der Öffentlichkeit ist wohl die Fellowship of Christian Athletes: Die FCA (Fellowship of Christian Athletes) ist eine religiöse Vereinigung die dem römisch-katholischen Glauben untersteht. Sie ist eine amerikaweit arbeitende, nicht profitorientierte Organisation, die versucht durch spezielle Kurse bei Athleten und Trainern deren Leistungsfähigkeit zu steigern. Sie unterstützen die Athleten physisch, mental und spirituell in Camps und speziellen Schulprogrammen. Die FCA arbeitet eng mit den einzelnen Kommunen zusammen. Die FCA bietet auch ein spezielles Programm für Paintballsportler an. Dies umfaßt auch Paintball-Sommercamps für hunderte von Kindern in den einzelnen Kommunen. Bei allen Veranstaltungen steht der Glaube an Jesus Christus und die daraus resultierende Kraft und Ruhe im Vordergrund.
Kapitel 4 Paintball, der Sport Paintball als Turniersport Einführung Allgemeines: Weltweit wird Paintball nicht nur als bloße Freizeitbeschäftigung empfunden, sondern es hat sich eine große Turnierszene entwickelt. Angefangen durch den Wunsch der lokalen Spieler, die sich zum regelmäßigem Spiel auf Ihrem Spielfeld trafen, sich mit anderen Teams zu messen entstand relativ schnell eine Turnierszene. Erst auf lokaler Ebene, später kamen Spieler aus dem ganzen Land zusammen um gegeneinander sich im sportlich fairen Wettkampf zu messen. Dies erforderte eine sehr hohe Professionalität der Schiedsrichter und der gesamten Turnierorganisation. Gerade in Europa ist durch die Öffnung der Grenzen Paintball zu einer völkerverbindenden Sportart geworden. Es ist üblich für ein deutsches oder französisches Profiteam, um sich auf einem sportlich hohem Niveau zu messen, mindestens alle zwei Monate an einem ausländischen Turnier teilzunehmen. Aus diesem Anlaß heraus wurde 1996 die EPPS die sogenannte Euroliga ins Leben gerufen. Diese Turnierserie ist vergleichbar mit den bekannten Grand-Slam Turnieren im Tennisport. Die unterschiedlichen Austragungsorte tragen zu einem regelrechten Reiseverkehr zu den einzelnen Austragungsorten quer durch Europa bei. Der Autor selber hat dabei schon folgende Städte kennenlernen dürfen: Toulouse, Bourdeaux, Birmingham, London, Kopenhagen, Berlin, Paris, Amsterdam, Brüssel, Wien, Basel, Prag um nur die bekanntesten zu nennen. Viele englische und französische Teams nehmen als Gastteams auch an Austragungen der amerikanischen Profiliga teil. Deutsche Teams fahren jedes Jahr zum größten Amateurturnier der Welt nach Pittsburgh oder spielen in Orlando Florida um den World Cup. Dies zeigt deutlich den völkerverbindenden Charakter dieser Sportart. Der Turniersport in Deutschland: Turniere in Deutschland werden seit 1993 durchgeführt. Die aktive semi-professionelle Turnierszene umfaßt ca. 1500 Personen. Es finden jedes Jahr ca. 20 Turniere in Deutschland mit internationaler Beteiligung statt. Im Durchschnitt nehmen an solchen Turnieren 15 Teams teil. Es haben sich in den letzten zwei Jahren einige Ligen-Betriebe etabliert. Hier die wichtigsten: Liga Süd, Liga Nord, Liga Ost und Liga West, sind jeweils nicht kommerzielle Spielbetriebe, der auf 5 verschiedenen Spielfeldern ausgetragen wird. Es nehmen jeweils ca. 18 Teams teil. Abschluß der Regionalliegen ist die Deutsche Meisterschaft , welche an wechselnden Standorten in Deutschland, mit den spitzenplatzuerten der Ligen ausgetragen wird. Turniere im Nahen Ausland stehen dabei ebenso auf dem Turnierkalender wie regionale Events.
Da die unterschiedlichen Turniere nur jeweils eine begrenzte Kapazität an Teams haben, und ein einheitliches Format aufgrund der unterschiedlichen Platzwahl oftmals vonnöten ist, hat man sich 1997 entschlossen, die DTL zu gründen. Die Deutsche-Turnierrang-Liste für den Paintballsport, kurz DTL, ist eine nichtkommerzielle Organisation, die deutschen Teams, die auf verschiedenen oder gleichen Turnieren spielen, die Möglichkeit geben möchte, sich anhand von Punkten leistungsmäßig zu vergleichen. In der DTL sind für 2000 schon über 80 Turnierteams gelistet. Der Turniersport in Europa: In Europa spielen ca. 100 Profiteams und Tausende von Amateur- und semiprofesionellen Vereinen. Der Turniersport in Europa hat durch die Öffnung der Grenzen einen wahren Boom ausgelöst. Viele Deutsche Teams die sich dem restriktiven Verhalten der deutschen Behörden nicht länger ausgesetzt sehen möchten spielen nur noch im benachbarten Ausland. Der Turniersport in den USA: In Amerika ist die turniersportliche Variante des Paintballsports seit Jahren eine fest etablierte Größe. Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Organisationen, die sich um die professionelle Ausübung des Sportes bemühen. Die drei wichtigsten Vereinigungen seien hier kurz erwähnt um das Ausmaß der sportlichen Aktivität deutlich zu machen. North American Paintball Referee Association (NAPRA): Die NAPRA ist eine nicht profitorientierte unabhängige Paintball Schiedsrichterakademie. Hier werden spezielle standardisierte Paintball Schiedsrichterkurse angeboten, die nach erfolgreicher schriftlicher, wie praktischer Prüfung zu folgenden Graduationsstufen führen: Paintball-Fieldreferee, normaler Schiedsrichter Paintball-Headreferee, leitender Feldschiedsrichter, Paintball- Ultimate Judge, leitender Turnierschiedsrichter Paintball Chrony Referee, ein spezieller Schiedsrichter, der ausschließlich für technische Fragen verantwortlich ist. Der Erwerb eines solchen Zertifikats erlaubt es in ganz Nordamerika als Schiedsrichter auf professionellen Turnieren zu arbeiten. In der Regel wird dieses Zertifikat weltweit anerkannt. Die NAPRA bietet diese Kurse bei Bedarf auch außerhalb Nordamerikas an. Das hohe Leistungsniveau auf dem sich heutzutage ein Paintballschiedsrichter befinden muß hat die NAPRA zu einem nicht mehr wegzudenkendem Instrument in der Turniersportszene gemacht.
National Professional Paintball League (NPPL): Die NPPL ist Veranstalter der amerikanischen Profi-Paintball-Liga. Da im Laufe der Jahre sich die Medien immer stärker für den Paintballsport interessierten, haben sich nun auch professionelle Teams etabliert, die Ihren Lebensunterhalt durch den Gewinn von Paintballturnieren und Sponsorgeldern bestreiten. In Amerika sind Sponsoren aus der gesamten Konsumgüterbranche zu finden: Casio-G-Shock, Pepsi, Coca-Cola, Hooters, Burger King, Budweiser, Avis, Converse, Nike um nur einige zu nennen. Durch die hohen Zahlungen von Sponsorengeldern und damit einhergehender Professionallisierung des gesamten Sportes wurde es rasch notwendig einen Profiliga zu gründen. Die Spiele werden nun auch kommerziell vermarktet und auf dem amerikanischen Sportsender ESPN 2 übertragen. Die NPPL steht auch in engen Kotakt mit der Paintballindustrie und den jeweiligen Gesetzesvertretern, wenn es um Fragen der Sicherheit geht. American Paintball League (APL): Die Aufgabe der APL ist es die Interessen der tausenden Spielfeldbesitzern in Amerika zu vertreten. Sie sind hochspezialisierte Fachleute in Fragen Versicherungsrecht und unterstützen die Mitglieder bei der behördlichen Anmeldung von neuen Spielfeldern und der Erschließung des jeweiligen Geländes. Sie führen spezielle Trainingsprogramme durch um den Neuunternehmern einen gewissen Standard zu vermitteln. Durch landesweite Marketingkampagnen wecken sie das Interesse an diesem Sport bei immer neuen Personenkreisen und führen diese durch Vermittlung auf qualifizierte Spielgelände.
Kapitel 5 Paintball, der Sport Paintball, die Industrie Einführung
Die Paintbalindustrie in Deutschland: In Deutschland gibt es zur Zeit ca. 40.000 aktive Sportler. Dies ist mehr als eine gesellschaftlich völlig anerkannte Sportart wie Baseball aufweisen kann. Diese setzen jährlich jeder durchschnittlich ca. 500 DEM pro Person um. Dies ist ein Umsatz von ca. 20. Millionen Mark pro Jahr. Da Paintball eine sehr junge und ausbaufähige Sportart ist, ist hier noch mit enormen Zuwachsraten zu rechnen. Der deutsche Markt verhält sich aufgrund der fehlenden Spielfelder absolut gegenläufig zum vergleichbaren europäischen Ausland. In Deutschland werden die Umsätze vornehmlich durch den Verkauf der Waren erzielt. In England und Frankreich ist dies nur ein kleiner Prozentsatz des Gesamtvolumens. Dort wird der größte Teil des Umsatzes mit dem Verleih der Ausrüstung, der Anleitung und Betreuung der Kunden auf den lokalen Spielfeldern gemacht. Man kann feststellen, das in den neuen Ländern, die Frage der Eröffnung von kommerziell geführten Spielfeldern wesentlich liberaler und offener geführt wird. Die Zusage der Kommunen ist wesentlich problemloser. Es hat sich in Deutschland neben dem bloßen Handel, trotz des restriktiven Verhaltens seitens der Behörden eine fertigende Industrie entwickelt. Deutsche Paintballprodukte sind eine sehr begehrte Handelsware geworden. In Deutschland gefertigte Paintballprodukte, in erster Linie Tuningteile für Turniersportwaffen, werden vornehmlich innerhalb der EU umgeschlagen und nach Nordamerika exportiert. Wir verzeichnen aufgrund des restriktiven Verhaltens der Behörden einen verstärkten Grenztourismus zu im benachbarten Ausland gelegenen Spielfeldern. In Grenznähe zu Deutschland sind viele lukrative Spielfelder entstanden. Dies führt bei den inländischen Unternehmen zu erheblichen Umsatz Einbußen. Da die Kunden natürlich auch ihre Käufe im Ausland tätigen, wird hier eine nicht zu unterschätzende Anzahl von Waffen und nicht TÜV-geprüftem Zubehör nach Deutschland verbracht. Diese Entwicklung sieht die deutsche Paintballindustrie, die sich mit hohen Entwicklungskosten durch BAM (Bundesamt für Materialprüfung) und TÜV-Auflagen auseinandersetzen muß mit Sorge. Sollte ein, EU weit isoliert dastehendes, Gesetzesverbot in Deutschland durchgesetzt werden, wird der Grenztourismus der zur Zeit schon Auftritt noch wesentlich stärker werden.
Paintball, der Sport Paintball, ein Ausblick in die Zukunft Allgemeine Überlegungen
Kapitel 6 Paintball ist noch ein sehr junger Sport in Europa, wird sich aber auch durch ein einzelnes in Europa stark isoliertes Verbot nicht aufhalten lassen. Europaweit werden in diesem jungen Geschäftszweig zur Zeit eine Vielzahl an Arbeitsplätzen geschaffen. Es ist eine Vielzahl von Mitarbeitern notwendig um ein Paintballspielfeld zu betreiben. In der Regel hat man ein angeschlossenes Fachgeschäft in dem die Ware verkauft wird. Weiterhin sind arbeitsintensive Bereiche (Personalbedarf) zu finden, bei der landschaftlichen Gestaltung der Spielfelder, der Überwachung des Spielbetriebes, der Wartung der Leihgeräte und nicht zuletzt bei der gastronomischen Versorgung. Viele ortsansässige Unternehmen profitieren von einem Paintballspielfeld. Nicht umsonst bieten auch große Hotelketten Sondertarife für Paintballer an,(Frankreich, England) aber auch die örtliche Wäscherei , die sich um die Reinigung der Spielbekleidung kümmert profitiert von einem Spielfeld. Ein Verbot ist vor diesem Hintergrund nur schwer vorstellbar. In einem Europa dessen Grenzen fallen sollen und der Gemeinschaftsgedanke im Vordergrund steht, kann ein einzelner Partner nicht, aufgrund falscher Voraussetzungen und Desinformation sich verschließen. Paintball wird mit Sicherheit nie den Platz von Fußball oder Tennis in Deutschland einnehmen, dafür ist diese Sportart einfach in der Ausübung zu teuer, aber sie wird Ihren festen Platz in der Gesellschaft bekommen. Hierzu tragen auch die Bestrebungen von vielen Firmen bei, Paintball noch medienwirksamer zu gestalten und gänzlich aus dem Wald in offene für Zuschauer überschaubare Räume zu holen. Dies wird die Akzeptanz noch weiter steigern. Auch die von einigen Psychologen erkannte Qualität des Stress Reliefs durch Paintball wird in Zukunft nicht nur bei Managertrainings eine neue Dimension erfahren.
Paintball die typisch deutsche Problematik: Die Befürchtungen und Ängste die mit Paintball in Westdeutschland verbunden werden sind nahezu einzigartig in Europa. Sogar in den neuen Bundesländern wird mit dem Sport Paintball wesentlich liberaler und offener umgegangen als im vermeintlich demokratisch erfahrenerem Westdeutschland. Sei es bei der Ausrichtung von Turnieren oder dem eröffnen von Paintballspielfelder stößt man in Westdeutschland auf eine durch Ignoranz und Desinformiertheit geprägte öffentliche Hand.. Der Paintballsport ist durch die langanhaltende Negativ - Presse der quotenorientierten Medien in ein Licht gerückt worden, das ihm nicht gebührt. Das durch die Medien entstandene Ansehen der Paintballsportler in der Öffentlichkeit ist schlichtweg falsch. Paintballspieler werden viel zu oft ohne nähere Prüfung der Umstände sofort in eine Ecke gestellt mit Rechtsradikalen und Militaristen. Polemik sogar von seiten der Politiker ist einem sicher. Mit Schlagwörtern wie Killerspielen wird versucht Stärke zu demonstrieren, die zwar augenscheinlich medienwirksam ist, aber der Verantwortung des gewählten Vertreter des Volkes in keinster weise gerecht wird.
Ich kann nur immer wieder auf unser zukünftiges Haus Europa verweisen und muß trotz aller Ressentiments bitten diesen Fall genauestes und ohne Vorurteile abzuwägen. Unsere Zukunft liegt in einem vereinten Europa, das zwar Individualität ausdrücklich vorsieht, aber nicht auf Kosten der Liberalität. Paintball ist ein Sport, nicht mehr und nicht weniger.


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Autor: phha
Artikel vom 15.02.2004, 22:13 Uhr
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