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Rennsport-Nachwuchs holt in Kanada zwei WM-Titel

Mit insgesamt je zweimal Gold, Silber und Bronze kehren die Nachwuchs-Athleten des DKV von den gestern beendeten U23-/Juniorenweltmeisterschaften in Welland/Kanada zurück. Am erfolgreichsten schnitten die Kajak-Damen der U23 Sabrina Hering und Anne Knorr ab, die je einmal Gold und Silber erkämpften.

Im Kajak-Vierer über 500m ließen sich die diesjährigen U23-Europameisterinnen von Posen Nadine Zehe, Debora Niche (beide Berlin), Anne Knorr (Leipzig) und Sabrina Hering (Karlsruhe) einmal mehr nicht bezwingen. Mit einer reichlichen Sekunde Vorsprung vor dem Boot aus Russland paddelten sie in Welland zum WM-Titel. Bronze holte das Quartett aus Dänemark. Sabrina Hering sagte nach dem Rennen: "Es ist ein cooles Gefühl weltbestes Boot zu sein. Vor allem, weil wir auch mit einem großen Abstand gewonnen haben. Ich glaube, das war ein richtig guter Vierer.“

Am gestrigen Abschlusstag fügten Sabrina Hering und Anne Knorr ihrer WM-Ausbeute noch Silber im K2 über 500m hinzu. Das DKV-Duo hatte sich zwar vorgenommen, das bereits im Vorlauf Bestzeit gefahrene Siegerboot aus Russland Sobetova/Podolskaya im Finale zu „knacken“, am Ende fehlten jedoch knapp eineinhalb Sekunden auf die diesjährigen U23-Europameisterinnen von Posen. Anne Knorr bilanzierte danach: "Es war ein hartes Rennen. Aber wir sind super zufrieden und glücklich. Die Russinnen waren heute einfach stärker. Unser gutes Rennen gibt uns auf alle Fälle auch Auftrieb für den Ausscheid um den Startplatz über 1000m bei der WM. Ich denke, dass auch dieses Rennen ein richtig gutes wird."

Für eine weitere Silbermedaille der U23-Athleten sorgte der Kajak-Zweier der Herren über 1000m mit Fabian Kux und David Schmude (beide Essen). Das DKV-Duo musste sich lediglich den Ungarn Hufnagel/Ceiner beugen, Bronze ging an Russland.

Überaus glücklich zeigte sich Marius Radow (Potsdam), der im Kajak-Einer über 1000m den einzigen Titel für die DKV-Junioren erkämpfte. Der Mitfavorit siegte mit einer knappen Sekunde Vorsprung vor dem Tschechen Tomas Vesely, Dritter wurde der Ungar Richard Janza. "Ich kann es noch gar nicht wirklich fassen, zumal das Jahr so schlimm angefangen hat. Im April hatte ich mir die Hand gebrochen. Ich lief acht Wochen mit Gips ’rum und konnte somit nicht an der WM-Quali teilnehmen. Es ist einfach unvorstellbar, dass es nun doch noch geklappt hat", meinte der 17-Jährige zu seinem Triumph.

Zum Abschluss der Titelkämpfe konnte Marius Radow gestern im Zweier zusammen mit Maximilian Zenker (Neubrandenburg) auf der 200m-Sprintdistanz erneut in die Medaillenränge fahren. Hinter den Booten aus Russland und Ungarn sicherte sich das DKV-Duo Bronze. „Wir sind schon mit Medaillenhoffnungen an den Start gegangen, wussten aber auch, dass es schwer wird. Es war auf jeden Fall unser bester Start, den wir jemals hatten. Zwischendurch mussten wir allerdings einen kleinen Wackler verkraften“, so die Analyse der beiden nach ihrem Finalrennen. Über Bronze durfte sich auch der K4 der Herren-Junioren über 1000m mit Finn Eidam, Jonathan Gerber (beide Potsdam), Max Lemke und Marc Poth (beide Karlsruhe) freuen. Den Titel holte sich hier Frankreich vor dem Boot aus Tschechien.

DKV-Sportdirektor Dr. Jens Kahl äußerte als Fazit des Abschneidens in Welland: "Im Großen und Ganzen ist die Bilanz nicht schlecht. Für das kleine U23-Team, das hier am Start war, geht die Medaillenausbeute absolut in Ordnung. Und bei den Junioren waren auch viele im Finale. Jetzt heißt es zu schauen was noch fehlt, um die nächsten Jahre weiterzukommen. Wir wollen, dass der Nachwuchs oben ankommt. Viele Länder bereiten ihre Kanuten nur auf den kurzfristigen Erfolg vor. Von daher muss man das Ergebnis auch von dieser Seite beleuchten. Wir sagen, für alle die hier ins Finale kamen und ihre Bestleistung erreicht haben, ist das Abschneiden völlig okay."


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Original-Pressemitteilung
Artikel vom 05.08.2013, 14:26 Uhr
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