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Squash:
(Deutscher Squash Rackets Verband e. V.)

Mannschaftsweltmeisterschaft: Deutsches Team verliert gegen Wales

Seit Sonntag läuft in Österreichs Hauptstadt Wien eines der wichtigsten Squashereignisse des Jahres, die Mannschaftsweltmeisterschaften der Herren. Mit von der Partie ist natürlich auch die Deutsche Nationalmannschaft mit Bundestrainer Manfred Herwig. Im Aufgebot stehen die beiden erfahrenen und besten deutschen Squashspieler: Simon Frenz und Stefan Leifels sowie die Nachwuchsspieler Daniel Hoffmann und Oliver Post. In der Vorrundegruppe gewann das Team zwei Spiele gegen die noch "Squash-Entwicklungsländer" Russland und Japan jeweils mit 3:0, verlor aber auch erwartungsgemäß gegen den Topfavoriten im Kampf um die Weltmeisterschaft, die Australier mit 0:3 und belegten Platz 2 in der Gruppe A.

Am heutigen Mittwoch ging es im Achtelfinale (KO-Sytem) weiter - als Gegner wurde der erste der Gruppe G, die Waliser (7 gesetzt) hinzugelost. Das von Manfred Herwig nominierte Team verlor nach mehr als zwei Stunden mit 0:3 doch relativ deutlich gegen Wales. Ab Donnerstag beginnt die Platzierungsrunde, in der die Positionen zwischen 9 und 16 ausgespielt werden. Hier wird Deutschland um 13.00 Uhr auf Südafrika (11 gesetzt) treffen, das heute ebenso klar 0:3 gegen die Ägypter verlor.

Gegen Wales, das seit Jahren zu den Dauerrivalen zählt, gegen die man aber meist den Kürzeren gezogen hat, war von vorneherein klar, dass ein Sieg ganz schwer werden würde. Schließlich stehen in der Mannschaft Weltklassespieler wie Alex Gough (18 WRL), David Evans (35 WRL) und Gavin Jones (59 WRL). Evans und Gough sind bekannt in Deutschland, verdienen sie doch auch ihr Geld in der Bundesliga bei Bremen und Paderborn. Zunächst musste Deutschlands Nummer 3, Oliver Post (Court-Wiesel Bonn/Mülheim) gegen Gavin Jones ran. Er verlor glatt in drei Sätzen (2:9, 4:9, 6:9). Sein Clubkollege Simon Frenz (Nummer 1 im Team) verlangte hingegen Alex Gough in einem 64-Minuten-Match alles ab, bevor er sich doch 1:3 (7:9, 1:9, 10:9, 1:9 geschlagen geben musste. Wales führte somit uneinholbar mit 2:0 und das verbleibende, auf zwei Gewinnsätze verkürzte Match, hatte für Stefan Leifels (Paderborner SC) gegen Evans nur noch statistische Bedeutung: 0:2 (1:9, 3:9).

Somit liegt nun erneut Druck auf den deutschen Herren - gewinnen sie morgen ihr Spiel gegen Südafrika heißt das Platz 9-12, verlieren sie, heißt dies, dass sie nur noch um Platz 13 bis 16 spielen.

Bei den topgesetzten Teams sind natürlich Australien (1 gesetzt) und England 2 gesetzt) zuerst zu nennen, die sich bisher keine Blöße gaben. Aber auch die Ägypter (4 gesetzt) sind immer für eine Überraschung gut. Interessant wird auch werden, wie die Franzosen (3 gesetzt), die ebenfalls ihre Gruppe souverän gewannen, abschneiden werden. Frankreich ist als Vize-Europameister auf jeden Fall nicht zu unterschätzen.

Den Stellenwert der WM kann man auch daran ermessen, dass alle Mannschaften fast durchweg mit ihren besten Spielern antreten: So darf für England, erstmalig nach Wechsel der Staatsbürgerschaft von Schottland nach England, der weltranglistenerste Peter Nicol (Paderborner SC) spielen. Für die Australier greift der frisch gebackene British-Open-Sieger David Palmer (Court-Wiesel Bonn/Mülheim) zum Schläger. Weitere Informationen bei: www.squashnet.de oder www.squash-wm.at


Original-Pressemitteilung
Artikel vom 24.10.2003, 11:36 Uhr

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