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Squash:
(Deutscher Squash Rackets Verband e. V.)

Vorbericht 3. Spieltag 2. Bundesliga Herren, Süd

Dass die Taufkirchener diese Saison ziemlich weit vorne sein würden, überrascht niemanden wirklich, dass der eigentliche Meisterschaftsfavorit jedoch wohl als solcher ausfallen wird, schon: Der SC Witzenhausen muss auch das kommende Wochenende und an den beiden Spieltagen im Dezember auf seinen ausländischen Spitzenspieler Ben Howell verzichten, der wegen Terminkollision nicht eingesetzt werden kann. So kommen hinter den verlustpunktfreien Spielern der Squash Insel Taufkirchen die Mannschaften aus Erlangen und Dachau mit jeweils 3:1-Punkten. Aufsteiger München-Solln hat ein ausgeglichenes Punktekonto. Dahinter folgen sage und schreibe vier Teams, die alle 1:3-Zähler aufweisen. Das Schlusslicht bildet dabei, der vorher als Meisterfavorit gehandelte SC Witzenhausen. Ein Beleg dafür, dass die 2. Liga Süd äußerst ausgeglichen besetzt ist. Wo die einzelnen Mannschaften leistungsmäßig einzuordnen sind, wird sich erst nach dem 3. und 4. Spieltag herauskristallisieren. Das interessanteste Spiel am Samstag dürfte die Begegnung zwischen Dachau und Taufkirchen sein. Beide Mannschaften wollen in die 1. Bundesliga und haben natürlich spielerisch auch das Zeug dazu. Zum Duell der Aufsteiger kommt es in Worms, wo die Reutlinger Squasher antreten müssen.

3. Spieltag am Samstag, 08. November:
1. Erlanger SC - SC München-Solln
„Wir hoffen mindestens auf ein Unentschieden, wir haben auf fast allen Positionen Chancen“, ist die optimistische Meinung von den Sollnern. Sie spielen in bester Aufstellung, also mit Karamatullah Khan, Oliver Janssen, Robert Stelzl und Nachwuchsspieler Kevin Schwentner. Dass die Erlanger da etwas anderer Meinung sind, zumal sie zu Hause antreten, ist glaubhaft. Sie werden voraussichtlich in ihrer Stammbesetzung mit dem ehemaligen Top-10-Spieler Phil Whitlock, Michael Schleinkofer, Claus-Peter Pannecke und Thorsten Fuchs spielen. Wahrscheinlicher ist angesichts der Stärke Erlangens vorne und auch auf Position 4, dass eine Punkteteilung herausspringen wird.

Squash Insel Dachau - SI Taufkirchen
Wer als Sieger aus dem Spitzenspiel in Dachau hervorgeht, hängt in erster Linie davon ab, ob Dachaus Nummer 1, Peter Barker, seine Verletzung auskuriert hat und einsatzfähig ist. Mit Barker und dann Franz Schwerer, Martin Grahammer sowie Tim Berti ist ein Unentschieden realistisch, denn Barker ist favorisiert gegen Marc Andrew Rogers oder Lee Drew, Berti und Grahammer haben ihre Chancen gegen Patrick Scherer und Thomas Glaisner. Franz Schwerer dagegen wird mit dem Bayerischen Meister Hans-Christian Radecke wohl trotz aller früheren Verdienste nicht fertig werden.

Black & White Worms - Reutlinger SC Der Aufsteiger aus Worms gibt sich siegessicher gegen die Reutlinger. „Wir rechnen durch die sehr guten Leistungen zuletzt mit einem Sieg, auch wenn Sven Peter wegen einer Schulterverletzung nicht spielen kann und vermutlich die ganze Vorrunde ausfällt“, meint der Teammanager. Außerdem habe man in der Aufstiegsrunde vor wenigen Wochen die Reutlinger mit 3:1 besiegt. Dies ist sicher richtig, doch sie verkennt die Tatsache, dass die Reutlinger sich eindeutig verstärkt haben: Auf der Spitzensposition spielt der niederländische Nationalspieler Dylan Bennett, der bei seinen ersten beiden Auftritten im Trikot der Achalm Squasher durch zwei Siege glänzte. Auch der zweite Neuzugang, Oliver Gapp, gewann das eine Spiel, das er eingesetzt war. Da Bennet gegen Worms’ Nummer 1, Martin Dzur, eigentlich ein Punktebringer ist, Oliver Gapp auf Position 3 die besseren Karten gegen Thomas Hahn hat und beim Aufstiegsspiel Ivo Müller gegen den Wormser Andreas Radatz gewann, ist auf Wormser Seite lediglich Matthias Scholl klarer Favorit gegen Micha Stüber. So nimmt es kein Wunder, dass Reutlingens Teammanager Bernd Ruof, der im übrigen am vergangenen Wochenende zum Präsidenten der Deutschen Squash Liga (DSL) gewählt wurde, zumindest mit einem Punktgewinn rechnet. „Mit viel Glück könnte es sogar der erste Sieg in der Bundesliga werden“ wagt er aber kaum zu hoffen.

SC Witzenhausen - SRC Allershausen Etwas gefrustet gibt man sich in Witzenhausen: Dies ist durchaus nachvollziehbar, denn die Nachricht, dass Ben Howell erst im neuen Jahr für die Hessen auf der Spitzenposition wird eingesetzt werden können, schlug dort wie eine Bombe ein. Damit sind nach Meinung Udo Bauers bereits alle Chancen auf den Südmeistertitel dahin. Mit Jens Fuhrmann, Jens Haselböck, Manuel Haus und einer noch nicht fest stehenden Nummer 4 ist das Ziel gegen Allershausen ein Unentschieden. Die Bayern werden voraussichtlich wieder mit Paul Steel, Matthias Maierhofer, Farman Ali Khan und Patrick Bezdeck ins Hessische reisen.

4. Spieltag am Sonntag, 09. Oktober:
Zusammenfassung:
Eher Außenseiter sind die Aufsteige aus Solln am Sonntag, wenn der Meisteraspirant aus Dachau zu Besuch ist. Die Taufkirchener wollen ihren vorderen Tabellenplatz gegen Erlangen natürlich verteidigen. Da die Witzenhäuser stark ersatzgeschwächt ins Schwabenland zu den Reutlingern reisen, könnte ein Punkt für die Achalm Squasher heraus springen. Die starken Allershäusener sind favorisiert gegen den Aufsteiger aus Worms, der zudem nicht in Bestbesetzung antritt.


Original-Pressemitteilung
Artikel vom 03.11.2003, 08:48 Uhr

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