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Squash:
(Deutscher Squash Rackets Verband e. V.)

Vorbericht 3. Spieltag 1. Bundesliga Herren

Nach zwei Spieltagen sieht die Bundesliga nicht anders aus, als vor einem Jahr: Die Spielgemeinschaft Bonn/Mülheim führt vor dem Paderborner SC. Dass es am Ende der Saison dann gerade anders herum aussah, soll jetzt nicht als Omen gewertet werden. Fest steht nur, dass die beiden führenden Mannschaften auch in der Saison 2003/04 eine gewichtige Rolle im Titelkampf spielen werden. Auf Platz 3 und 4 rangieren zwei weitere „heiße“ Aspiranten auf die Play-Offs, der Schängel SC Koblenz und die Saarländer vom 1. SRC Wiesental. Doch anders als in den Jahren zuvor gibt es auf den nachfolgenden Plätzen bis zum momentanen Tabellenletzten aus Stuttgart keine Mannschaft, der man die Chance auf die Teilnahme an der Endrunde der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft im nächsten Jahr nicht zutrauen würde. „Die Liga ist so ausgeglichen wie selten“, konstatiert Uli Albrecht, Teammanager CW Bonn/Mülheim. Deshalb darf man auf die Begegnungen am kommenden Wochenende besonders gespannt sein. Ein Derby besonderer Güte steht im Süden an, wo die letztjährigen Aufsteiger aus Stuttgart die Karlsruher zu Gast haben. Die Schwaben haben gegen die Badener einiges gutzumachen, denn sie sind mit zwei Niederlagen in die Saison gestartet. Das Spitzenspiel des steigt in Mülheim. Der Vizemeister empfängt Schängel SC Koblenz, das erst im Halbfinale in der vergangenen Spielzeit sich von den Meisterträumen verabschieden musste. Ebenfalls noch ohne Punkt ist der Aufsteiger aus Lengfeld. Gegen die früheren Squash-Pointers aus Gießen, die nun zu den Skwosch Fröschen Marburg geworden sind, soll zumindest ein Punkt her. Einen solchen erhofft sich auch Willi Eickworth vor heimischem Publikum gegen die Wiesentaler.

3. Spieltag am Freitag, 07. November:
SI Stuttgart - 1. SC Karlsruhe
Wenn die Badener auf die Schwaben treffen, ist in der Regel Feuer unterm Dach. Das war zumindest im Fußball bisher so im Derby zwischen dem Freiburger SC und dem VfB Stuttgart. Da machen die Squasher keine Ausnahme. Anders jedoch als bei den Kickern, wo die Favoritenrolle eindeutig den Jungen Wilden des VfB zufällt, haben es die schwäbischen Squasher schwerer, denn die Badener aus Karlsruhe sind ein etabliertes Team, das vorige Saison sogar die Endrunde der besten vier Mannschaften erreichte. In Stuttgart ist Teammanager Arno Limmeroth, im übrigen seit Samstag Mitglied des DSL-Vorstandes, vorsichtig optimistisch. Er gründet diesen Optimismus auf den Neuzugang Greg Gaultier, der am Freitagabend vor heimischer Kulisse erstmals zum Einsatz kommen wird. Der französischen Nationalspieler und mittlerweile Nummer 12 der Weltrangliste, ist eine echte Verstärkung. Gegen Karlsruhes Davide Bianchetti (italienischer Nationalspieler) müsste ein Sieg drin sein. Dagegen wird Patrick Gässler gegen Daniel Hoffmann nichts zu bestellen haben, zumindest, wenn man seine schwache Leistung beim Ranglistenturnier in Braunschweig am Wochenende zugrunde legt. Dennis Drenjovski und Manuel Fistonic gegen die Karlsruher Matthias Heinemann und Tobias Böhm werden sich schwer tun. Hier dürfte die Tagesform entscheidend sein.

SC Lengfeld - Skwosch Frösche Marburg
„Wir haben eine realistische Chance, einen Punkt zu holen gegen Marburg“, meint Teammanager Steffen Rösner. „Ich denke, dass die Spiele auf allen Positionen offen sind. Mit der Unterstützung der Zuschauer sollte es möglich sein.“ Das Team aus Würzburg spielt gegen die Hessen in Bestbesetzung, also mit dem Australier Raj Nanda an Position 1, dann Marco Deeg, Simon Rösner und Marco Scherer. Bei den Marburgern ist ebenfalls mit der Stammaufstellung zu rechnen. John Williams hat dabei sicherlich Vorteile gegen Nanda. Das Spiel Martin Maierhofer gegen Deeg ist sicherlich ausgeglichen zu werten. Etwas anders sieht es dagegen auf Position 3 aus: Jill Witt ist gegen Simon Rösner Außenseiter. Bei der Begegnung Andre Haschker gegen Marco Scherer ist wohl die Tagesform ausschlaggebend.

CW Bonn/Mülheim - Schängel SC Koblenz
Mit British Open-Sieger David Palmer bestreitet der CW Bonn/Mülheim sein Heimspiel gegen die starken Koblenzer. Er trifft auf den dortigen Neuzugang Rene Lavigne – der Franzose, Nummer 28 der Welt, holte mit seinen Teamkollegen vor kurzem die Vizeweltmeisterschaft für Frankreich. Dennoch ist Palmer Favorit, ebenso Simon Frenz, der vermutlich auf den nach einer Knieoperation wieder genesenen Guido Kirschbaum trifft. Hoch interessant dürfte das Spiel auf Position 3 werden, denn Oliver Pettke, Deutscher Vizeeinzelmeister, muss gegen den unheimlich starken jungen Hansi Seestaller ran. Ganz hinten ist Oliver Post, der auch bei der WM in Wien eine gute Leistung zeigte, favorisiert gegen den „alten Hasen“ Uwe Peters. Insgesamt geht Teammanager Uli Albrecht von einer 80:20-Chance für seine Mannschaft aus.

1. Bremer SC - 1. SRC Wiesental Bremens Willi Eickworth würde nur zu gerne den Wiesentalern einen Punkt abknöpfen im Kampf gegen den Klassenerhalt. Dies könnte sogar möglich sein, denn der 1. SRC muss derzeit ohne Che Hohwieler auskommen, der aus persönlichen Gründen seinen Rückzug aus der 1. Mannschaft erklärt hat. Also rückt Markus Voit auf Position 4 nach, davor Johannes Voit, Christian Bernard und auf der Ausländerposition spielt der Engländer Bradley Ball. Bremen wird vermutlich die Mannschaft des ersten Spieltages aufbieten und mit Routinier Luis das Neves, Neuzugang Moritz Dahmen (kommt von Langenhagen), Heiko Schwarzer und dem Niederländer Gabor Marges spielen. Zumindest das Neves und Dahmen haben guten Chancen zu punkten – eine Punkteteilung ist somit nicht unrealistisch.

4. Spieltag am Sonntag, 09. November:
Zusammenfassung:
Auf einen klaren Sieg in Wiesental baut Uli Albrecht mit seinen Court-Wieselern am Sonntag. Dies wird den Lengfeldern kaum vergönnt sein beim Schängel SC Koblenz. „Wir kämpfen trotzdem bis zum letzten Ball“, so Steffen Rösner. Mindestens einen Punkt aus Hessen wollen die Schwaben von der Sport Insel entführen. „Wenn’s gut läuft sogar mehr“, meint Stuttgarts Teammanager Arno Limmeroth. „Karlsruhe wird nicht unterschätzt, aber mehr als ein 2:2 müsste möglich sein“, betont Andreas Preising, Teammanager und Vorsitzender des Paderborner SC.


Original-Pressemitteilung
Artikel vom 03.11.2003, 08:49 Uhr

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