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Squash:
(Deutscher Squash Rackets Verband e. V.)

Niederlage im Finale für Katrin Rohrmüller

Die ?Squash-Glanzzeit? in Gerlingen ist vorüber: Am Pfingstsonntag endeten die German Open 2004 zwar mit einer Niederlage für die Deutsche Kathrin Rohrmüller, die im Endspiel der Engländerin Laura Lengthorne unterlag und einem 3:1-Sieg für den Ägypter Omar El Borolossy. Doch das Fazit, das Veranstalter und Ausrichter zogen, war positiv. Der Squashsport wurde drei Wochen mit insgesamt drei hochkarätigen Veranstaltungen (German Junior Open, Deutsche Mannschafts-Meisterschaften und German Open) auf dem Vierseiten-Glascourt dargeboten. Kein Wunder, dass bereits heute feststeht, dass auch im nächsten Jahr Gerlingen wieder zum Mittelpunkt des deutschen Squashsports werden wird.
Nach ihren glänzenden Auftritten gegen die Ägypterinnen Eman El Amir und Amnah El Tarabolosy sowie dem Halbfinalsieg gegen die Dänin Line Hansen hofften die Zuschauer und natürlich auch die Vertreter des Deutschen Squash Rackets Verbandes auf ein weiteres ?kleines? Wunder. Doch anscheinend schien der nervliche Druck zu groß auf die 21 Jahre alte Nummer 1 der Deutschen Rangliste, denn die ersten beiden Sätze schien sie überhaupt nicht auf dem Platz zu stehen und ermöglichte durch leichte eigene Fehler der Engländerin, die immerhin auf Platz 25 der Welt steht, schnell in Führung zu gehen. Lengthorne bewegte sich besser, machte mehr Druck und gewann mit 9:3 und 9:5. Viele auf der Tribüne glaubten schon an ein schnelles Ende, aber die Bayerin, die derzeit auf Rang 96 in der Welt steht, gab nicht auf und fand im dritten Satz ins Spiel zurück. Plötzlich gelangen ihr super Schläger und sie holte sich den Anschluss-Satz. Im vierten Durchgang zunächst das gleiche Bild. Die deutsche Nationalspielerin dominierte das Geschehen und ging mit 7:2 in Führung. Alle waren in Gedanken schon im entscheidenden fünften Satz: Kathrin Rohrmüller wohl auch, denn die Konzentration war auf einmal wie weggeblasen. Punkt für Punkt holte Lengthorne auf und ging mit 8:7 in Führung. Bereits den ersten Matchball verwandelte sie souverän. Die Enttäuschung war Kathrin Rohrmüller ins Gesicht geschrieben, so leicht die Chance auf den Sieg aus der Hand gegeben zu haben. Vater Rudi Rohrmüller (Vizepräsident Sport im DSRV) nahm es jedoch gelassen: ?Wer zu Beginn der Woche gesagt hätte, Kathrin kommt ins Finale, den hätte ich für verrückt erklärt.?
Bei den Herren trafen wie erwartet die beiden Topgesetzten des Turniers aufeinander: Der Ägypter Omar El Borolossy, Nummer 15 der aktuellen Weltrangliste und der Engländer Adrian Grant. Borolossy, 1975 in Kairo geboren, hatte in der ersten Runde gegen den für die Sport-Insel Stuttgart spielenden Australier Simon Baker gewonnen, dann gegen den Kanadier Matthew Giuffre ? alles in drei Sätzen. Im Viertelfinale hatte er gegen den Wiesentaler Bradley Ball etwas mehr Gegenwehr, während im Halbfinale Majid Khan nach 50 Minuten die Segel strich. Adrian Grant dagegen hatte von der ersten Runde an hart zu kämpfen, setzte sich gegen den Niederländer Michael Fiteni durch, gegen Raj Nanda vom SC Lengfeld, gegen Saeed Hassan und im Halbfinale gegen Mohamad Azlan Iskandar benötigte er fünf Sätze und 90 Minuten. So war der 23-jährige Engländer deutlich mehr gefordert bis ins Finale und dies merkte man ihm auch an. Gegen Borolossy, der körperlich und geistig frischer wirkte, konnte die Nummer 18 der Weltrangliste lediglich einen Satz gewinnen, ehe der Ägypter am Ende jubelnd die Arme hochriss. Gewonnen hatte letztlich der Spieler, der das ganze Turnier am ökonomischsten gespielt und seine technische Überlegenheit ausgenutzt hatte. Für Adrian Grant ist die Finalniederlage sicher kein Beinbruch. Der junge Engländer wird dies verkraften, denn seine Zeit wird noch kommen ? vielleicht bei den nächsten German Open 2005.
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Original-Pressemitteilung
Artikel vom 04.06.2004, 10:52 Uhr

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