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Motorsport:
(DMSB - Deutscher Motor Sport Bund e. V.)

Martin Bauer (Honda) holt erneut einen Doppelsieg in der Klasse IDM SUPERBIKE

 
Nürburg -- In der IDM SUPERBIKE läuft momentan alles für den 31-jährigen Österreicher Martin Bauer vom Team Holzhauer Racing Promotion. Der Honda-Pilot aus Eggendorf konnte am Sonntag (24. Juni) vor 13.200 Zuschauern auf dem Nürburgring seinen Doppelsieg vom Vorjahr wiederholen. Insgesamt hat er bereits fünf der acht Saisonrennen 2007 gewonnen.
Bei meist bedecktem Himmel, aber trockener Strecke gewann Bauer das Vormittagsrennen vor dem Belgier Werner Daemen und dessen norwegischem Teamkollegen Kai-Borre Andersen vom alpha Technik Van Zon Honda Racing Team. Reichlich drei Stunden später siegte Bauer erneut - dieses Mal belegten MV Agusta-Pilot Jörg Teuchert (Simmelsdorf) und Stefan Nebel aus Velbert (Suzuki) die Plätze auf dem Podium.

Bereits vor dem Samstagstraining hatte sich WM-Pilot Max Neukirchner wegen einer Erkältung abgemeldet und die Heimreise angetreten. Ein neues Duell mit dem Österreicher Martin Bauer, wie zuletzt in Assen, muss also noch etwas warten. Beim Qualifikationstraining am Samstag fuhr der Belgier Werner Daemen (Honda) wie bereits im vergangenen Jahr die schnellste Zeit und holte sich die Pole Position vor seinem Teamkollegen Kai-Borre Andersen (Norwegen), Kawasaki-Pilot Michael Schulten und dem IDM-Führenden Martin Bauer aus Österreich (Honda). Lange Zeit lag der 19-jährige Nachwuchspilot Dominic Lammert (Suzuki) auf Kurs erste Startreihe, wurde aber kurz vor Ende des Trainings noch auf Rang fünf verdrängt.

Vormittagsrennen:
Werner Daemen bleibt Martin Bauer auf den Fersen Beim ersten IDM SUPERBIKE-Rennen am Sonntagvormittag erwischte der Österreicher Martin Bauer wieder einen seiner Blitzstarts. Die beiden alpha-Technik-Piloten Werner Daemen und Kai-Borre Andersen büßten dagegen wertvollen Boden ein. Während sich Daemen in der ersten Kurve auf Rang acht wieder fand, fiel Andersen sogar noch weiter zurück. Daemen kämpfte sich jedoch in der ersten Reihe gleich wieder nach vorn und kam hinter Bauer auf Rang zwei zurück. Jörg Teuchert (MV Agusta) folgte anfangs auf Rang drei gefolgt vom Niederländer Arie Vos, Stefan Nebel und Kawasaki-Pilot Michael Schulten.

Doch nur Daemen konnte Martin Bauer folgen und die beiden setzten sich vom übrigen Feld ab. Dahinter ging Rang drei zunächst an den Gaststarter aus den Niederlanden Arie Vos - später holte sich Teuchert Rang 3 wieder zurück. Zur Hälfte des Rennens lagen Teuchert, Vos und Schulten zusammen hinter den Führenden (Bauer, Daemen), während noch weiter dahinter der Norweger Andersen eine Wahnsinns-Aufholjagd gestartet hatte. In Runde 13 war Andersen an der Gruppe dran und weitere zwei Runden später hatte er alle drei Piloten überholt und fuhr auf Rang drei. Doch weiter nach vorn ging es nicht.

Martin Bauer machte an der Spitze keinen Fehler und auch beim Überrunden hatte er ein klein wenig mehr Glück als Werner Daemen - so fuhr Bauer als Sieger mit einer halben Sekunde Vorsprung vor Daemen über den Zielstrich. Mit 10 Sekunden Rückstand wurde Kai-Borre Andersen Dritter. Die Ränge vier bis sechs gingen an MV-Agusta-Pilot Jörg Teuchert, den Niederländer Arie Vos und Youngster Dominic Lammert (Suzuki).

Für Altmeister Michael Schulten und sein Team Kawasaki sP gab es am Vormittag keine Zielankunft. Der Bottroper flog in Runde 14 in der Zielkurve in das Kiesbett. Geburtstags-"Kind" Mattias von Hammerstein hatte an seinem Zwanzigsten ebenfalls keinen Grund zum Feiern. Der Eisenacher kollidierte kurz vor Ende des Rennens mit Oliver Skach, dessen Suzuki plötzlich Aussetzer hatte. Hammersteins Suzuki, die extra vor dem Rennen im Blümchen-Design gestylt wurde, erlitt einen Rahmenbruch - Start zum zweiten Rennen ausgeschlossen.

Nachmittagsrennen:
Eine starke Leistung und ein Quentchen Glück für Martin Bauer Nach dem zweiten Rennen der IDM SUPERBIKE am Sonntagnachmittag konnte sich der Österreicher Martin Bauer über einen weiteren Sieg freuen. Doch er war auch Sportsmann genug, seine derzeitige Überlegenheit zu analysieren und seinen Gegnern Respekt zu zollen. "Bei uns läuft es derzeit einfach gut. Wir haben ein tolles Paket zusammen und dann kommt am Ende eben auch das kleine Quentchen Glück dazu.", so Bauer nach dem Rennen. Etwas Glück hatte Martin Bauer tatsächlich, denn sein Start zum zweiten Rennen klappte nicht so gut, wie am Vormittag. Doch nach einem Sturz von Oliver Skach (Dormagen) und David Johnson (Australien) musste das Rennen abgebrochen und neu gestartet werden.

Dieses Mal gelang der Start von Bauer wieder perfekt, auch der Niederländer Arie Vos kam gut weg. Die beiden führten nach der ersten Runde das Feld an. Nach einem erneut schlechten Start kämpfte sich Kai-Borre Andersen mit dickem Hals schneller als im ersten Rennen nach vorn und lag in Runde vier bereits an dritter Stelle. Vor ihm fuhren Martin Bauer und Werner Daemen, während Arie Vos auf den vierten Rang zurückgefallen war. Während Daemen ganz dicht hinter Bauer lag, konnte Andersen den beiden Führenden immer weiter auf die Pelle rücken. Doch offensichtlich hatte Andersen seinen Speed übertrieben, denn er flog in der 7. Runde in der NGK-Schikane spektakulär ab. An exakt der gleichen Stelle verabschiedete sich fünf Runden später auch Werner Daemen. "Ich finde es sehr schade, dass Werner runter gefallen ist. Er ist ein fairer Sportsmann, lässt den Gegnern immer genug Raum. Es war ein Klasseduell mit ihm. Möglicherweise war er heute Nachmittag sogar schneller als ich und hätte gewinnen können.", so Martin Bauer nach dem Rennen.

Damit lag Bauer allein in Führung und fuhr seinem zweiten Tagessieg entgegen. Rang zwei ging an MV Agusta-Piloten Jörg Teuchert. "Es war heute eine klasse Teamleistung. Denn in der kurzen Pause nach dem Abbruch haben meine Mechaniker ein defektes Federelement ausgewechselt und ich kam tatsächlich 1 Minute vor dem Start noch rechtzeitig zurück."
Da in der letzten Runde auch der Niederländer Arie Vos stürzte, ging Rang drei an einen glücklichen Stefan Nebel. "Letztes Jahr habe ich hier mit der Kawasaki auch mein erstes Podium in der Saison geschafft, jetzt klappte das mit der Suzuki. Ich bin sehr froh über den dritten Platz, denn in der IDM SUPERBIKE braucht man mittlerweile 110% um auf das Podium zu kommen. Wir fahren alle am oder teilweise sogar über dem Limit. Man hat heute bei Daemen und Andersen gesehen, wie knapp das ist."
Auf Rang vier im Nachmittagsrennen kam der 19-jährige Dominic Lammert (Bwin Racing) ins Ziel - vor seinen Markenkollegen Andreas Meklau (AUT) und Roman Stamm (SUI) vom Team Suzuki International Europe. Für eben dieses Team wird Dominic Lammert in der Saison 2008 an den Start gehen. Ein entsprechender Vertrag wurde am Sonntagmittag mit Suzuki-Manager Bert Poensgen unterzeichnet. Suzuki setzt damit sein Engagement bei der Förderung von deutschen Nachwuchspiloten fort.

In der Meisterschaft hat der Österreicher Martin Bauer (168 Punkte) seine Führung noch deutlicher ausgebaut. Er hat jetzt bereits 63 Punkte Vorsprung auf den Zweitplatzierten Jörg Teuchert (105). Auf die gleiche Punktzahl kommt auch Andreas Meklau (105) und liegt damit vor seinem Teamkollegen Roman Stamm (95), dem Norweger Andersen (92) und dem Belgier Werner Daemen (92).
In der Markenmeisterschaft konnte Honda den Vorsprung auf Vorjahresmeister Suzuki weiter ausbauen und führt mit 298 Punkten vor Suzuki (247) und Yamaha (47).

Ergebnisse IDM SUPERBIKE:
7. Lauf: 1. Martin Bauer (AUT) 29:30,109 Min., 2. Werner Daemen (BEL) 0,573 Sek. zur., 3. Kai-Borre Andersen (NOR/alle Honda) 10,079 Sek. zur., 4. Jörg Teuchert (Simmelsdorf/MV Agusta) 13,736 Sek. zur., 5. Arie Vos (NED/Honda) 13,859 Sek. zur., 6. Dominic Lammert (Holzwickede/Suzuki) 24,502 Sek. zur.

8. Lauf: 1. Martin Bauer 29:40,080 Min., 2. Jörg Teuchert 6,947 Sek. zur., 3. Stefan Nebel (Velbert/Suzuki) 7,857 Sek. zur., 4. Dominic Lammert 8,064 Sek. zur., 5. Andreas Meklau (AUT/Suzuki) 14,282 Sek. zur., 6. Roman Stamm (SUI/Suzuki) 21,931 Sek. zur.
IDM-Punktestand: 1. Bauer 168, 2. Teuchert 105, 3. Meklau 105, 4. Stamm 95, 5. Andersen 92, 6. Daemen 92, 7. Nebel 87, 8. Lammert 54
Markenmeisterschaft: 1. Honda 298, 2. Suzuki 247, 3. Yamaha 47


Original-Pressemitteilung
Artikel vom 25.06.2007, 07:56 Uhr

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