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Kanusport:
(Deutscher Kanu-Verband e.V.)

Katrin Wagner-Augustin und Max Hoff am 2. Finaltag erfolgreichste Titelsammler

 
Auch am zweiten Finaltag der 92. Deutschen Meisterschaften in Köln drückten die erfolgreichen WM-Teilnehmer dem Wettkampf ihren Stempel auf. Vier Mal Gold erpaddelte Katrin Wagner-Augustin, Max Hoff sammelte drei weitere Titel und für Franziska Weber, Conny Waßmuth, Max Rendschmidt, Kai Spenner, Ronald Rauhe, Erik Leue, Stefan Kiraj und Ronald Verch gab es ebenfalls Meisterschaftsgold. Darüber hinaus wurden auch Torben Fröse, Yul Oeltze und Chris Wend Deutsche Meister.

Vizeweltmeisterin Katrin Wagner-Augustin (Potsdam) durfte sich gleich im ersten Final- rennen der Leistungs- klasse über ein besonderes Jubiläum freuen: Zusammen mit Franziska Weber paddelte sie im K2 der Damen über 200m zum 50. Meistertitel ihrer Karriere. Das Potsdamer Duo siegte vor Sabrina Hering und Verena Hantl (RG Baden-Württemberg) und dem Boot der RG Sachsen Gesine Ruge und Anne Knorr. Dass sie ihren 50. Titel gerade auf der Sprintstrecke feiern konnte, fand die 35-Jährige so überraschend nicht: „Auch wenn ich international nicht gerade als Sprinterin gelte, national bin ich über 200m schon mit vorn. Und mit Franzi im Zweier sind wir erst recht stark. Das Sprintfinale mussten wir einfach gewinnen“, meinte die Titeljubilarin. Zeit zum Feiern blieb ihr indes kaum.

Reichlich zwei Stunden später erkämpfte sie im K1 über 500m vor der K1-Vizeweltmeisterin über 1000m Verena Hantl (Karlsruhe) und Anna Kowald (Essen) ihren 51. Titelerfolg: „Im Einer weiß ich was ich kann, da kann ich auf mein Leistungsvermögen vertrauen. Verena durfte ich trotzdem nicht auf die leichte Schulter nehmen“, sagte die Potsdamerin nach ihrem erneuten Sieg. Titel Nummer drei am heutigen Tag ließ Katrin Wagner-Augustin anderthalb Stunden später mit Franziska Weber im K2 über 500m folgen, wo sie sich erneut vor Sabrina Hering und Verena Hantl sowie Gesine Ruge und Anne Knorr durchsetzten. Schließlich ging auch im K4 über 500m Gold an die Havel. Auch da behielten Franziska Weber, Katrin Wagner-Augustin, Conny Waßmuth und Stephanie Dreßl die Oberhand über das Boot der RG Baden-Württemberg mit Carolin Leonhardt, Sabine Volz, Sabrina Hering und Verena Hantl.

Im Kajak der Herren über 200m fügte Rekord-Titelhalter Ronald Rauhe (Potsdam) seiner bisherigen Titelbilanz Meisterschaftsgold Nummer 58 hinzu. Zusammen mit Felix König setzte er sich mit vier Hundertstelsekunden vor seinem WM-Zweierpartner Jonas Ems und Joshua Kröck (Kanu-Verband NRW) durch, Dritte wurden der 500m-Weltmeister im K1 Tom Liebscher zusammen mit Silvio Knorr für die Renngemeinschaft Sachsen. Nach dem Rennen meinte das Potsdamer Sprint-Ass: „Das interne Duell zwischen Jonas und mir ist immer wieder ein starker Antrieb, auch wenn wir es jetzt nach der WM nicht so verbissen sehen.“ Zu den Aussichten auf zwei weitere mögliche Titel sagte der WM-Bronzemedaillengewinner im K2: „Wenn es hier in Köln nicht klappt - ich bin ja im nächsten Jahr auch noch dabei. Die 60 möchte ich auf jeden Fall voll machen.“

Einmal mehr als eine Domäne der Essener Flotte erwiesen sich die Entscheidungen im Kajak der Herren auf der 1000m-Distanz. Im K1 gingen gar alle drei Podiumsplätze an die Athleten vom Baldeneysee: K1-Weltmeister Max Hoff verteidigte erfolgreich seinen Titel vor Wildwasser-Europameister Tobias Bong und Torben Fröse und hatte im Ziel ein Kompliment für seine Konkurrenten parat: „Alle haben heute ein starkes Rennen gezeigt. Ich bin etwas verhalten losgefahren, hatte das Rennen aber stets unter Kontrolle. Ich freue mich besonders für meine Vereinskameraden, dass sie es ebenfalls aufs Treppchen geschafft haben.“ Auch im Zweier glückte Max Hoff und Torben Fröse die Titelverteidigung erneut vor dem Berliner Duo Kostja Stroinski und Marcus Groß, auf Rang drei fuhren Tom Liebscher und Karl Weise (RG Sachsen).

Im prestigeträchtigen K4-Finale über 1000m holten Max Rendschmidt, Kai Spenner, Torben Fröse und Max Hoff den Titel nunmehr bereits zum vierten Mal in Folge nach Nordrhein-Westfalen. Sie bezwangen auch diesmal wieder das Quartett aus Berlin mit Kostja Stroinski, Marcus Groß, Florian Förster und Robert Gleinert sowie das zweite Boot des Kanu-Verbandes NRW mit Fabian Kux, Niklas Kux, Lukas Reuschenbach und Tobias Bong.

Bei den Canadiern sicherte sich im C2 auf der Sprintdistanz das Potsdamer Duo Stefan Kiraj und Ronald Verch den Titel vor Yul Oeltze und Chris Wend (Magdeburg) sowie Peter Kretschmer und Felix Lademann (Potsdam). Auch im Einerrennen über 1000m lag Ronald Verch lange Zeit auf Goldkurs, bis auf den letzten 50 Metern der WM-Bronzemedaillengewinner im C1 über 500m Erik Leue (Magdeburg) noch an ihm vorbei zog und sich DM-Gold holte. „Genau das war der Plan. Ich wollte Ronald erstmal fahren lassen, hatte mich ganz auf den Endspurt konzentriert und wollte sehen, was da noch geht“, sagte der Magdeburger zu seinem zweiten Titelgewinn nach 2008. Auch im C2 über 1000m sorgten Yul Oeltze und Chris Wend für einen Magdeburger Erfolg vor Stefan Kiraj und Ronald Verch sowie Stephan Breuing und Matthias Ebhardt (Bochum).

Komplette Ergebnisse:

http://results.imas-sport.com/imas/regatta.php?competition=wettkampf_101


Original-Pressemitteilung
Artikel vom 16.09.2013, 14:40 Uhr

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