Artikelausdruck von Freestyle Duisburg


Ju-Jutsu:
(Interessengemeinschaft für Selbstverteidigung an der St. Ludgeri-Kirche)

Langstock Seminar in Gelsenkirchen mit Soke Harms

 
Über vier Mittwochabende fand ein Lehrgang zum richtigen Umgang mit dem Langstock statt. Die Atmosphäre im Training war locker.Trotzdem waren alle dreißig Kursteilnehmer aufmerksam da bei den Partnerübungen mit dem Stock große Vorsicht geboten ist. Unter der Anleitung von Großmeister Hermann Harms übten zum großen Teil Schwarzgurte aus dem Bereich Tae Kwon Do und Hap Ki Do neue Techniken. Der Stock gilt ja als die älteste Waffe und Werkzeug und wird auch als "Mutter aller Waffen" bezeichnet.Der etwa 180 cm lange Stock ist unbequem und sein Wirkungskreis als Waffe ist anscheinend begrenzt.Trotzdem macht die Arbeit mit diesen „Waffen“ Spaß,trainiert besonders die Koordinationsfähigkeit des Körpers und fördert zudem - vor allem im Zweikampf - Beobachtungsgabe und Reaktionsschnelligkeit. Außerdem lassen sich die erlernten Techniken ohne weiteres auch auf „europäische“ Alltagsgegenstände(wie Regenschirm, Spazierstock oder ähnliches)übertragen und somit auch im Selbstverteidigungsfall effektiv einsetzen. Nicht ein abstraktes Kämpfen mit dem Stock steht im Vordergrund, sondern die Schulung von anwendbaren Techniken. Für uns sind die Kampfkünste kein Mittel der Zerstörung, sondern ein Medium um den Lebenskampf positiv zu bestreiten. Der Schwerpunkt des richtigen Trainings liegt in der Schulung von Geist und Körper. Neben den Techniken geht es auch um richtige Atmung, Körperhaltung und einen respektvollen Umgang mit seinem Trainingspartner. Sich fit fühlen und beweglich sein ist keine Frage des Alters.Doch gesund sein in jedem Lebensabschnitt ist auch eine Frage der körperlichen und geistigen Beweglichkeit. Es kommt nicht darauf an,wie alt man wird.Sondern vielmehr darauf, wie man alt wird. Das Geheimnis besteht darin, nicht dem Leben mehr Jahre, sondern den Jahren mehr Leben zu geben. Und in diesem Sinne ist körperliche und geistige Aktivität ein wichtiger Faktor, der das Leben bereichert. Diese Vitalität soll Ziel unserer Bemühungen sein, denn das schafft Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit aber auch Konzentrationsfähigkeit. Dadurch entsteht ein gutes Lebensgefühl. Genauso ist es mit dem Stocktraining,denn nicht Automatismus wird gelernt, sondern klare und verständliche Bewegungsabläufe, die in Geist und Körper übergehen sollen. Nur wenn sie eine Symbiose eingehen, ist ein vernünftiges Training möglich. Dabei wenden wir keine Zauberkünste oder Tricks an an, sondern reine Physik. Techniken,die kompliziert aussehen sind wenn sie in die einzelnen Teilen zerlegt werden anschließend nachvollziehbare sinnvolle Bewegungen.


Autor: heha
Artikel vom 25.02.2010, 20:13 Uhr

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