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Kanusport:
(Deutscher Kanu-Verband e.V.)

Cindy Pöschel glänzt zum Abschluss mit Bronze im Kajak-Einer

 
Bereits im Semifinale hatte die auf Rang 29 der Weltrangliste liegende Auszubildende bei der Landespolizei Sachsen ein deutliches Achtungszeichen gesetzt und war zeitgleich mit der Nr. 2 der Weltrangliste Corinna Kuhnle aus Österreich auf Platz eins gefahren. Auch Melanie Pfeifer (Augsburg) mit Rang sechs und Olympiastarterin Jasmin Schornberg (Hamm) mit Rang zehn hatten sich für den Endlauf qualifiziert. Dort ereilte Jasmin Schornberg als erste deutsche Starterin einmal mehr das Pech, ihr kreideten die Kampfrichter wie schon bei der EM in Augsburg ein ausgelassenes Tor an. Somit waren alle Hoffnungen auf eine Medaille dahin. „Ich kann es selbst nicht beurteilen“, meinte die 26-jährige Sportsoldatin zu ihrem Missgeschick und fügte hinzu: „Ich brauche jetzt erstmal ein par Tage Ruhe.“ Nachdem auch Melanie Pfeifer nicht ganz an ihre Semifinalleistung anknüpfen konnte, ruhten die DKV-Hoffnungen nun ganz auf Cindy Pöschel als vorletzte Starterin. Die 22-Jährige fuhr wie schon im Semifinale ein couragiertes Rennen, erreichte zwar nicht die Bestzeit der vor ihr gestarteten Spanierin Maialen Chourraut und auch nicht die der Führenden in der Weltrangliste Jana Dukatova (SVK), sie behauptete sich diesmal aber vor der Österreicherin und sicherte sich somit Bronze. Damen-Bundestrainer David Krajnik zeigte sich überaus erfreut über diesen Erfolg: „Das ist auf jeden Fall eine Überraschung, vor allem dass sie die Nerven behalten hat und im Finale noch mal so wie im Zwischenlauf gefahren ist. Trotz zweier kleiner Fahrfehler hat sie eine tolle Leistung gezeigt.“ Sie selbst war von ihrem Coup wohl am meisten überrascht und bekannte: „Ich hatte meinen Präsentationsanzug gar nicht mit dabei und musste mir für die Siegerehrung erstmal Hose und Jacke borgen. Ich hätte vorher nie gedacht, dass es für das Treppchen reicht. Aber ich habe mich heute auf der Strecke viel, viel besser gefühlt als gestern im Vorlauf“, meinte sie und gab Aufschluss über ihre Gedanken unmittelbar vor dem Rennen: „Ich habe mir gesagt, ’alles oder nichts, was habe ich schon zu verlieren’ und habe versucht, meine Nervosität in Griff zu kriegen.“ Dabei habe sie sich die Maxime ihrer Teamkollegin Melanie Pfeifer zu eigen gemacht: „Spaß haben und einfach das Beste geben.“

Im C2 der Herren hatte der DKV nach dem Semifinal-Aus mit Platz 12 von Kai und Kevin Müller (Magdeburg) mit Robert Behling und Thomas Becker (Schkopau) als Neunte sowie Franz Anton und Jan Benzien (Leipzig) als Dritte des Semifinales noch zwei heiße Eisen im Feuer. Beide Boote erwischten im Finale allerdings keinen guten Lauf: Behling/Becker kassierten vier Strafsekunden und landeten auf Platz sieben und Anton/Benzien mussten gar ein ausgelassenes Tor schlucken und kamen somit über Rang zehn nicht hinaus.

Chefbundestrainer Michael Trummer äußerte als Fazit des Abschneidens in Cardiff: “Mit drei Medaillen zum Einstieg in den diesjährigen Weltcup können wir durchaus zufrieden sein. Auch die Tatsache, dass wir mit zehn von zwölf Booten in den Finals vertreten waren, zeigt, dass wir zur unmittelbaren Weltspitze gehören. Von den Olympia-Startern konnte man hier hier keine Top-Ergebnisse erwarten, dazu waren die Athleten nach dem intensiven und umfangreichen Training vor dem Weltcup einfach zu müde“, so der Chefcoach.

Ergebnisse:
K1 Damen
1. Maialen Chourraut ESP 104.40 (0)
2. Jana Dukatova SVK 104.70 (0)
3. Cindy Pöschel GER 106.70 (0)
8. Melanie Pfeifer GER 115.21 (2)
10. Jasmin Schornberg GER 166.39 (50)

C2 Herren
1. David Florence/Richard Hounslow GBR 108.29 (0)
2. Saso Taljat/Luka Bozic SLO 108.31 (0)
3. Pavol Hochschorner/Peter Hochschorner SVK 109.04 (4)
7. Robert Behling/Thomas Becker GER 114.53 (4)
10. Franz Anton/Jan Benzien GER 165.72 (52)


Original-Pressemitteilung
Artikel vom 11.06.2012, 14:19 Uhr

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